Zahnarztpraxis Birkenmeier

 

Vorbereitung auf die Kinder-Zahnbehandlung

Wie unsere Muthasen zu Helden werden  

 

Lieber Eltern,

In Verbindung mit Zahnarztbesuchen sind Ängste, Unsicherheit und auch ein gewisses Panikgefühl leider ein weit verbreitetes Problem vieler erwachsener Patienten. Das hat verschiedenste und sehr individuelle Ursachen, und Ihre eigene Einstellung zum Zahnarztbesuch übertragen Sie oft völlig unbewusst auf Ihr Kind. Um Ihrem Kind ein gutes und positives Zahnbehandlungserlebnis zu ermöglichen, empfehlen wir Ihnen, die folgenden Punkte zu beachten

 

1. Im Vorfeld

 

Positive Zielorientierung

 

Sie als Eltern sollten das Kind im Hinblick auf die Therapie positiv einstellen und vorbereiten. (Zahnarzt spielen, Geschichten erzählen, Kuscheltier mit in die Praxis bringen)

 

Sie dürfen sich selbst nur positiv über Ihre Zahnarzterfahrungen äußern, fehlen Ihnen positive Erfahrungen, sollten Sie lieber gar nichts sagen. 

 

Damit Ihr Kind weiß was in seinem Mund gemacht wird, wenn wir Füllungen machen, sollte es das Buch „Neues aus der Milchzahnstraße“ von Anna Russelmann (ISBN 978-3-314-01580-9) vorgelesen bekommen. Hier werden das Vorgehen und die Hintergründe wunderbar kindgerecht erklärt, und die Kinder freuen sich, wenn wir die ihnen bekannte Geschichte während der Behandlung aufgreifen. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, dieses Buch für Zuhause zu kaufen, kommen Sie am besten 15 Minuten vor Ihren Terminen, um es während der Wartezeit immer wieder vorlesen zu können.

 

Versprechen sie keine Belohnungsgeschenke

 

Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug

 

Wenn sich das Kind auch noch etwas verdienen muss oder soll, gerät es nur zusätzlich unter Druck

 

Eine kleine Überraschung aus der Belohnungskiste in der Zahnarztpraxis ist allerdings erlaubt

 

Negationen in Verbindung mit Zahnarztbesuch sind unbedingt zu vermeiden

 

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind positiv auf den Zahnarztbesuch vorbereitet wird.

 

Wenn sich Negativ-Erzählungen durch Andere nicht vermeiden lassen, sollte den Kindern klar gemacht werden, dass sie diese Fremd-Erlebnisse nicht zu ihren eigenen Erfahrungen machen sollen

 

Bitte benutzen Sie keine negativ und mit Ängste belegten Worte wie Bohrer oder Spritze. Benutzen Sie nettere Umschreibungen wie:

Spritze = Kinderzahnbetäubung oder Schlafkügelchen

Bohrer = Zahndusche, Rillenputzer, der den Zahn kitzelt

Sonde = Zahnteufelangel

 

Vermeiden Sie Verneinungen, wenn Sie Ihr Kind auf den Zahnarztbesuch vorbereiten:  

Sie sagen:                                                               Das Kind versteht:                                         

Das tut nicht weh.                                                  Es tut weh!

 

Besser: Wenn du Dich ganz leicht und locker machst verspürst Du nur ein Kitzeln.

 

Du brauchst keine Angst zu haben.                           Du wirst Angst haben!

 

Besser: Denk an etwas Schönes, vielleicht an ... ( Vorschlag für das Kind )

 

Es ist schon nicht so schlimm.                                  Ein bisschen schlimm ist es schon!

 

Besser:   Wenn Du ganz still hältst und schön den Mund weit auf machst, werden die Zähne ganz schnell sauber gemacht und die Zahnteufel weggejagt.

 

2. Bei der Behandlung

 

Vermeiden Sie auf jeden Fall, auf die Behandlung Einfluss zu nehmen, und überlassen Sie dem Praxisteam in jeder Situation die Führung Ihres Kindes.

 

Wir arbeiten während der Zahnbehandlung manchmal mit Entspannungstechniken, darauf soll sich Ihr Kind voll konzentrieren können. Jeder Eingriff oder Kommentar von Seiten der Begleitperson, und sei es nur eine gutgemeinte Unterstützung, kann den Behandlungserfolg gefährden oder gar zerstören!

 

3. Nach der Behandlung

 

Loben Sie Ihr Kind für jede Kleinigkeit, die es gut gemacht hat. Damit stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes und fördern die Behandlungsbereitschaft für den nächsten Zahnarzttermin.

 

„Vergessen“ Sie alle Unmutsäußerungen Ihres Kindes (Trotzreaktion, weinen)- darüber soll nicht mehr gesprochen werden!

 

Stimmen Sie Ihr Kind positiv auf den nächsten Zahnarztbesuch ein. 

 

Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende und angenehme Behandlung möglich!  

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