Zahnarztpraxis Birkenmeier

Anfahrt | Kontakt | Impressum

 

A | B | D | E | F | G | H | I | K | P | QR | S | T | V | W | Z

Allergie

Auch in der Zahnheilkunde kommen Allergien vor. Häufig sind Allergien gegen Nickel, das jedoch kaum noch Verwendung in der Zahnarztpraxis findet. Eher selten kommen Allergien gegen Latex (Handschuhe), Acrylate (Kunststoffe), Cobalt (edelmetallfreie kostengünstige Metalllegierungen), Natriumdisulfit (Anästhesie - Betäubungsspritze s.u.) Amalgam und einige andere Medikamente vor. Die gute Nachricht: Es gibt für alle Stoffe eine Alternative wie zum Beispiel Untersuchungshandschuhe aus Nitril, Edelmetalllegierungen, spezielle acrylatfreie Kunststoffe und disulfitfreies Anästhetikum. Wichtig ist nur, dass ein Allergieausweis vorliegt und dem Behandler die Allergien bekannt sind.

 

Amalgam                                                                                                       Foto: ©Sharon Day-Fotolia.com

Amalgam ist Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen, wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink und wird schon seit langer Zeit in der Zahnmedizin als Füllungswerkstoff eingesetzt.

 

Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt (etwa 50 %) haben bereits sehr früh eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen bewirkt, die von der Verwendung von Amalgam als Füllungsmaterial ausgehen könnten. Ein Mensch mit zehn Amalgamfüllungen im Mund kommt in der Regel jedoch gerade mal auf zwei Prozent des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation für Quecksilber.

Schon seit Jahrzehnten erregt die Diskussion über die Legierung die Gemüter. Doch bislang übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in den meisten Fällen nur die Kosten für eine Amalgamfüllung. Möchte der Patient stattdessen Kunststofffüllungen, Keramik- oder Goldinlays, muss er zuzahlen. Andere Werkstoffe wie zahnfarbene Zemente sind nicht annähernd solange haltbar und deshalb nur provisorisch zu verwenden.

Der Vorteil von Amalgam als Füllungsmaterial liegt in der relativ einfachen, auch unter schwierigen Bedingungen im Mund weitgehend einfachen und fehlertoleranten Verarbeitung und in seiner Haltbarkeit, die nur bei aufwändig und sehr korrekt verarbeiteten anderen plastischen Material erreicht werden kann. Zudem ist Amalgam erheblich preisgünstiger als moderne Füllungskunststoffe, die ihre Vorteile hauptsächlich in der zahnähnlichen Farbe und in der Möglichkeit einer adhäsiven Befestigung (feste Klebeverbindung) an der Zahnhartsubstanz haben.

 

Menschen, die mehrere verschiedene (Schwer-)Metalle im Mund haben (z.B. Goldlegierungen, Amalgam, Silber), weisen erhöhte Quecksilberwerte auf, da durch die elektrochemische Korrosion im Mund Quecksilberionen aus dem Amalgam gelöst werden können. Deshalb sollten Amalgamfüllungen bei Versorgung mit Goldinlays, -brücken oder -kronen vor allem in nächster Nähe vermieden  bzw. ausgetauscht werden.

Mehr 

Anästhesie / Betäubungsspritze

Sind Schmerzen bei der zahnärztlichen Behandlung zu erwarten, können diese mit einer Anästhesie (Betäubungsspritze - wörtlich "ohne Gefühl") vermieden werden. Als Wirkstoff wird in der Regel Articain in Verbindung mit Adrenalin eingesetzt. Diese Verbindung bewirkt eine schnelle, tiefe und lang anhaltende Wirkung in Verbindung mit einer verringerten Blutung, was bei kleinen Operationen oder Zahnentfernung von Vorteil ist. Unterschieden werden Infiltrations- und Leitungsanästhesie. Die Infiltrationsanästhesie wird direkt neben dem Zahn gesetzt und betäubt ca. 2-3 Nachbarzähne, dabei dringt der Wirkstoff durch den Knochen bis zum Zahnnerv vor. Da bei den unteren Backenzähnen der Knochen sehr dicht und kompakt ist, reicht die Infiltrationsanästhesie hier meist nicht aus, eine Leitungsanästhesie wird notwendig. Diese betäubt den gesamten Unterkiefernerv an seiner Eintrittsstelle in den Unterkieferknochen weit hinter den letzten Zähnen.

         Foto: ©diego cervo-Fotolia.com

Für kleine Eingriffe am Zahnfleisch (z.B. Entfernung von wackeligen Milchzähnen) kann auch eine Oberflächenanästhesie ausreichend sein. Hier wird der Wirkstoff Lidocain nur aufgesprüht und das Zahnfleisch oberflächlich betäubt.

 

Allergien treten selten auf und betreffen meistens das Konservierungsmittel für Adrenalin, so dass nicht auf eine Betäubung verzichtet werden muss, sondern nur eine Adrenalin-freie Betäubung benutzt wird.

 

In der Schwangerschaft sollten zwar generell alle Medikamente gemieden werden, wird jedoch eine Anästhesie notwendig, kann sie gegeben werden, da der Übertritt über die Plazenta auf das Kind kaum stattfindet.

 

 

 

Top