Zahnärztin

Nadja Birkenmeier



Karies

Karies ist eine Erkrankung des Zahnhartgewebes. Sie tritt in verschiedenen Stadien auf. Zuerst bildet sich die Initialkaries oder Demineralisation (Entkalkung). Diese muss noch nicht behandelt werden, solange die Oberfläche noch nicht zerstört ist. Durch gute Mundhygiene, zahngesunde Ernährung, Fluoridierung ist sie meist beherrschbar und remineralisierbar. Weitet sich die Karies jedoch auf das Dentin im Inneren des Zahnes aus, muss alsbald die Entfernung der Karies und die Füllung des entstandenen Lochs erfolgen. Dringt die Karies bis in das Inneres des Zahnes, die Pulpa (Nervhöhle) vor, muss meist vor einer Füllung eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden.


 

Karies entsteht durch Bakterien (Lactobacillen, Streptococcus mutans und viele andere), die aus Kohlenhydraten Säuren produzieren, die die Mineralstruktur der Zähne zerstören. Somit ergeben sich die verschiedene Faktoren, die die Kariesentstehung beeinflussen:

 

1.   Wirtsfaktoren:

- Mineralqualität der Zähne (kann man durch Fluoridierung verbessern),

- Speichelzusammensetzung und -fließrate (trägt zur Neutralisierung der Säuren und Remineralisierung der Entkalkungen bei; kann durch Zahnpflegekaugummis angeregt werden)

- Zahnstellung, Zahnbeschaffenheit: Engstand, Kippung von Zähnen, tiefe Fissuren können schwer zu putzende Nischen schaffen, die dann kariesanfälliger sind.

- Mundhygieneverhalten

2.   Bakterien / Zahnbeläge:

- Zahnbeläge bestehen aus Bakterien und dem von ihnen gebildeten Biofilm, in dem Kohlehydrate eingelagert sind. Je mehr Zahnbeläge und je höher die Bakterienlast, desto größer das Kariesrisiko.

3.   Kohlenhydrate

- Als Nahrung für die Bakterien sind sie ebenfalls eine Hauptgrundlage für die Kariesentstehung. Vor allem Zucker und gezuckerte Speisen (auch natürlicher Zuckergehalt) sind hoch kariogen. Je öfter oder le länger sie im Mund verweilen, desto höher das Kariesrisiko.

4.   Zeit

- je länger die verschiedenen Risikofaktoren wirken können, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Kariesentstehung.

 

Auf diese Erkenntnis begründet sich auch die Vorbeugung der Karies.

  1. Entfernung der Beläge und Speisereste möglichst schnell, bevor die schädlichen Säuren einwirken können.
  2. Vermeidung von zuckerhaltigen Zwischenmahlzeiten.
  3. Nach Zwischenmahlzeiten und auch zwischendurch      Zahnpflegekaugummis zur Speichelstimulation.
  4. Fluoridierung mit fluoridhaltiger Zahncreme, zusätzlichem Lack oder Mundspülung, fluoridiertem Speisesalz.
  5. Versiegelung von gefährdeten Fissuren.
  6. Reduktion der Keimzahl bei hoher Keimbelastung. 

Bei der Bestimmung Ihres persönlichen Kariesrisikos und der für sie passenden Prophylaxe helfen wir Ihnen gern.






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